Willkommen zum Glossar von onlinesucht.de. In diesem Abschnitt finden Sie Erklärungen und Definitionen zu Fachbegriffen, Abkürzungen und spezifischem Vokabular, das im Rahmen unseres Themas verwendet wird. Es dient als Ressource, um das Verständnis des Textes zu verbessern und eine einheitliche Interpretation sicherzustellen. Die aufgelisteten Begriffe sind alphabetisch sortiert, um Ihnen eine schnelle Orientierung und Navigation zu ermöglichen. Sollten Sie weitere Erläuterungen zu einem Begriff benötigen oder Anregungen für Ergänzungen haben, freuen wir uns über Ihre Kontaktaufnahme.

Onlinesucht Glossar

Glossar

A

AA, Sex- und Liebessüchtige Anonym

AB: Absoluter Beginner (Mensch ohne Beziehungserfahrung)

Account: Zugangsberechtigung zu einem PC, einer Mailbox oder einem Online-Dienst

ADHS: Aufmerksamkeitsdefizit-/ Hyperaktivitätssyndrom

Angehörige

Es heißt immer, Angehörige können gar nichts tun, der Betroffene selbst muss den Ausstieg aus der Sucht wollen, sonst funktioniert nichts. Unsere Erfahrung mit Onlinesucht ist, dass dies nur bedingt richtig ist. Angehörige können ganz sicher niemanden zwingen, aber sie können darauf hinwirken, dass Betroffene auf ihr Problem aufmerksam werden und über Betroffenenberichte stolpern. Lege doch einen Zettel mit der Internetadresse www.onlinesucht.de auf die Tastatur des Betroffenen. Wenn er/sie neugierig wird, haben wir schon viel erreicht. Aber Du selbst solltest auch auf Dich achten. Lies hierzu über „Co-Abhängigkeit“: http://www.onlinesucht.de/co-abhaengigkeit/

asap = Abkürzung im Internet für „asoon apossible“ (so schnell wie möglich)

Ausstiegstagebuch

Dieser Bereich bleibt unseren HSO-Mitgliedern und den Personen, die eine direkte Beratung in Anspruch nehmen, vorbehalten. Es kann aber auch für alle anderen vom HSO e.V. eine zeitlich begrenzte Möglichkeit eingeräumt werden, um sich dort einmal umzusehen

Avatar: eine künstliche Person oder ein grafischer Stellvertreter einer echten Person in einer virtuellen Welt, in einem Computerspiel

B

Beratungen:

Beratungen durch Mitarbeiter stellen eine sinnvolle Begleitung beim Suchtausstieg dar.

Beta-Version: Testversion einer Software (z.B. eines Onlinespiels oder neuen Programms), die vor dem Verkauf an ein ausgewähltes Publikum verteilt wird, so dass noch vorhandene Fehler in diesem Feldtest gefunden werden können.

Beten

Viele Menschen haben den Glauben längst verloren, sie lachen über die, die an Gott glauben und ihre Kraft aus ihrem Glauben ziehen. Doch es kommt einfach zu oft vor, dass Betroffene Hilfe und Trost im Dialog mit Gott finden, als dass man es ignorieren könnte. Wenn Menschen manchmal keinen (Aus-)Weg mehr sehen, dann finden sie oft in der Kirche das, was ihnen verloren schien: Liebe, Geborgenheit, Zugehörigkeit, Zuversicht und neue Hoffnung. Die Einkehr in einer kleinen Kapelle oder einer Kirche in einem fremden Ort, an dem man sich unbeobachtet fühlen kann, gepaart mit einem offenen Herzen und ehrlicher Bereitschaft, kann manchmal wirklich Wunder wirken! Wenn man nirgendwo seinen Schmerz hinausweinen kann, in einem Gotteshaus ist dies uneingeschränkt möglich.

Bildersuche

Solltest Du zu der Gruppe von Betroffenen gehören, die immer wieder nach dem „perfekten Bild“ im Internet suchen? Dann schreibe bitte jetzt gleich auf ein großes weißes Blatt Papier:
– Das perfekte Bild gibt es gar nicht, nicht einmal in meiner Phantasie,
erst recht nicht im Internet! –

Bitte halte dieses Blatt griffbereit, evtl. unter Deiner Schreibtischunterlage oder Tastatur. Beim nächsten Verlangen, sich ins Internet einzuloggen und wenn Du Gefahr läufst, wieder stundenlang hängen zu bleiben, schreiben HIER auf dieses Blatt unten das Datum, die Uhrzeit und eine maximale Verweildauer ein. Stelle einen Alarm für diese von Dir selbst vorgegebene Zeit. Und dann wird es schwierig. Fahre SOFORT den Rechner runter, logge Dich aus, sobald dieser Alarm klingelt (evtl. Wecker im Handy). Ohne wenn und aber, auch wenn Du gerade wieder ganz besonders erregt sein solltest. Rechner aus!Notiere Dir, ob es geklappt hat, hake Deine Zeile ab oder schreibe in ROT Deine Verfehlungszeit dazu. Beginne mit dem Erstellen des Papiers heute noch!!

Blog: ist ein auf einer Webseite geführtes, öffentlich einsehbares Tagebuch

btw: Abkürzung im Internet für „bthe way“ (bei dieser Gelegenheit)

Bücher
Literatur zum Thema Onlinesucht/ Onlinespiel- und Onlinesexsucht findet Ihr hier:
http://www.onlinesucht.de/literatur/

C

Chat: Bezeichnung für eine Kommunikationsart im Internet (Übersetzung aus dem Englischen: to chat = plaudern). Die Kommunikation, das Chatten, erfolgt in schriftlicher Form.

Co-Abhängigkeit: Angehörige von betroffenen Suchtkranken unterstützen allzu häufig die Erkrankung ihres Partners, siehe dazu auch https://www.onlinesucht.de/co-abhaengigkeit

Counterstrike: Computerpiel

CS: Abkürzung für das Spiel Counterstrike sowie auch für Cybersex

CU: see you (wie sehen uns)

Cyber: andere Bezeichnung für das Internet

Cybersex (siehe auch OSS), … was ist das?
Cybersex nennt man die verbale und visuelle Form von Erotik und Sex, die letztlich zur phantasievollen Selbstbefriedigung dient – so einfach ist das ;-) Es handelt sich um geschriebene Worte oder Bilder, um den „Gesprächspartner“ sexuell anzuregen. Was danach folgt, bleibt ganz und gar Deiner Phantasie überlassen. Solche Chats finden übrigens nicht zwangsläufig „unter der Gürtellinie“ statt, sondern können durchaus niveau- und lustvoll sein, das mag dem Geschmack der jeweils Beteiligten überlassen bleiben.

In einer aufgeklärten Gesellschaft sollte dies – in einem gesunden Maße – nichts Verwerfliches mehr sein, wäre da nicht die Gefahr, auch von dieser Form der Selbstbefriedigung immer mehr haben zu wollen und somit davon abhängig (online-sexsüchtig) zu werden. Schließlich erscheint Onlinesex den Betroffenen weitaus problemloser, attraktiver und unkomplizierter als realer Sex mit realen Partner/innen. Dabei ist es unerheblich, ob die Abhängigkeit sich auf das Betrachten oder „Runterladen von Sex-Pics oder -Videos“ (Speichern von Akt-Fotos oder Videos auf dem Rechner) oder auf interaktive Sex-Konversation (dirty talk) bezieht. Beides kommt letztlich auf das Gleiche hinaus.

D

Dau: Dümmster anzunehmender User
Scherzhafte und boshafte Bezeichnung von PC-Freaks über Leute, die sich nicht so gut im Internet auskennen.

E

Erektionsprobleme

Es ist an der Tagesordnung, dass Onlinesexsüchtige über Erektionsprobleme klagen. Oft entstehen diese Probleme aufgrund ständiger Überreizung und Übersättigung. Meist hilft es schon, sich nicht mehr so häufig selbst zu befriedigen und den Onlinesex einzustellen. Dennoch solltest Du eine medizinische Indikation ausschließen, indem Du Dich von einem Urlogen untersuchen lässt. Evtl. kannst Du auch psychotherapeutische Hilfe in Anspruch nehmen, wenn auf Zeit auch keine Besserung erreicht ist. Im Forum von onlinesucht.de tauschen sich Betroffene untereinander aus, welche Maßnahmen sinnvoll erscheinen, um wieder „seinen Mann zu stehen“.

Betroffene berichten:
Abstinenz von Pornos verbessert die sexuellen Fähigkeiten stark, aber es nimmt Zeit in Anspruch…je länger man davon weg ist, desto schneller ändern sich diese Dinge, finde ich. Rückfälle sollten mit aller Kraft verhindert werden…sowas zieht einen doch sehr runter und man macht sich damit schnell die bisherigen Erfolge wieder zunichte. Mir persönlich hilft es auch, die Selbstbefriedigung generell auf ein Minimum einzuschränken. Sich „das Pulver“ für den richtigen Sex aufzusparen, bringt neben der gesteigerten Lust auch noch psychologische Vorteile, zumindest war’s bei mir so.

Man fühlt sich einfach zu mehr imstande. Wer wie ich Probleme mit dem „Fertigwerden“ beim normalen Sex hat, sollte umso dringender darauf achten, jegliche Rückfälle mit aller Kraft auszuschließen und die SB reduzieren, so gut es geht. Das bringt eine ganze Menge! Die Zeit zum Orgasmus bei normalem Sex verkürzt sich dadurch nach und nach merklich. Es ist eben einfach eine Übungs- und Gewöhnungssache.

Ich habe nachgedacht: ich habe mich gefragt, wie diese beiden Dinge zusammenhängen, erstens die OSS, zweitens die Orgasmusprobleme. Und ich habe eine Antwort gefunden: ich bin nicht mehr an normale Zärtlichkeiten mit einem Bettpartner, an normales Liebesspiel gewöhnt. Meine Libido entlädt sich nun schon so lange auf eine zutiefst perverse Art und Weise, dass mein Körper und meine Seele ziemlich unsensibel geworden sind. Soweit so gut, dachte ich mir. Was also tun? Ich glaube ich habe eine Antwort gefunden und einen Weg mich wieder langsam an eine normale Sexualität heranzutasten.

Durch Zufall stieß ich neulich auf ein Forum über ein Sexspielzeug für Männer namens „Fleshlight“. Das ist so eine art künstliche Vagina, die gerade der letzte Schrei der community zu sein scheint. Alles in allem nix Spezielles, jedoch machte mich ein Forumbeitrag neugierig: da berichtete jemand von einer ähnlichen Problematik, nämlich dass er Probleme beim Orgasmus hatte, selbst auch immer viel auf Pornos war und nun durch dieses Spielzeug langsam Entwöhnung, bzw. Resensibilisierung erfahren habe.

Ich war zwar ein wenig skeptisch, da sich das alles irgendwiee komisch anfühlte: eine künstlich Vagina als Mittel auf dem Weg zu einer normalen Sexualität!? Allerdings hatte ich schon so oft und auf teils verrückte Arten und Weisen versucht, mein Suchtproblem in den Griff zu kriegen und war darüber hinaus auch immer wieder mit diesen leidigen Orgasmusproblemen im Bett konfrontiert gewesen, dass ich deshalb dachte „Ach, was solls!? Probiers aus.“. Also habe ich mir so ein Ding bestellt.

Heute ist es gekommen. Ich hab eine Anleitung im Internet gefunden die so nach dem Motto: „Machs dir bequem, zünd Dir ne Kerze an, stell Dir vor du hast Sex und dann lass es einfach laufen“ formuliert war. Also dann. Am Anfang war es ein wenig komisch, aber als ich mich darauf eingelassen hatte und langsam den Flow fand fühlte es sich auf einmal verdammt gut an! So wie Sex, nur eben ohne Partner. Das gefiel mir. So sehr sogar, dass ich einen wahnsinns-Orgasmus hatte! Erfolg genug, wollte ich meinen, schließlich zeigte mir die Sachlage, dass es mir doch möglich ist einen Orgasmus beim Sex zu haben (wenn auch hier etwas abstrahiert).

Aber das beste sollte mir erst etwas später auffallen: Ich hatte danach ein super Gefühl! Kein schlechtes Gewissen, keine Vorwürfe, nix! Und ich hatte auf einmal Lust auf Sex. Ich hatte wieder das Gefühl wie sich das anfühlt, wie einen das erfüllt… Ich weiß um den Unterschied, sicher, aber dieses Hochgefühl habe ich sehr sehr lange nicht mehr gehabt. Das letzte mal vermutlich nach meinem letzten Orgasmus beim Sex.

Ersatzhobbys

Beginne neue Aktivitaeten, die Dir Spaß machen. Einen neuen Sport, einen neuen Verein, ein neues Hobby, einen Kurs. Mach das, was Du eigentlich immer schon machen wolltest, JETZT hast Du Gelegenheit dazu!

  • Sport (Jogging, Boxen, Fußball, Walking, Tennis, Tischtennis, Tanzen, Bowling etc. )
  • Zeichnen
  • Wohnung renovieren/Malerarbeiten/Aufräumen/Möbel aufarbeiten
  • Gartenarbeit, evtl. auch bei Freunden
  • Musik machen oder hören
  • Buch lesen
  • Alte Freundschaften auffrischen, Verabredungen treffen
  • Kurs belegen

F

FA: Fressattacke

FAQ: Engl. für Frequently Asked Questions (häufig gestellte Fragen)
Dies ist eine Liste im Internet, die Antworten auf sich immer wiederholdende Fragen gibt (also das, was Du hier gerade liest).

FtpFile TransferProtocol (Methode zum Bewegen von Daten im Internet)

G

gsd: Abkürzung für Gott sei Dank

GV: Abkürzung für Geschlechtsverkehr

H

hdl: habe dich lieb

Helfen

Angehörige sind oft auch Co-Abhängige und helfen dem Süchtigen nicht, wenn sie sich auf „seine Sicht“ in Diskussionen einlassen. Auch der Alkoholiker beteuert, dass er nichts getrunken hat, bzw. nur ein Glas….Man hilft dem Partner nicht, wenn man die Augen schließt und seine Sucht toleriert, denn Sucht braucht Steigerung. Am Besten konsequent sein und sich selbst Hilfe suchen! (Amalia)

HIV

Onlinesexsüchtige, die auch real fremdgingen, sollten ihr eigenes und das Leben ihres Partners schützen.

HSOHilfe zur Selbsthilfe bei Onlinesucht
Virtuelle Selbsthilfegruppe

Gildenhaus:

Reintegrationsstätte betroffener Medienabhängiger. Hier sollen Onlinesüchtige wieder lernen, am realen Leben teilzunehmen und sich in die Gesellschaft einzugliedern. Leider ist dieses so dringend benötigte Begegnungshaus zur Wiedereingliederung medienabhängiger Menschen noch eine Vision. Wir suchen dringend Sponsoren, Förderer oder Träger für dieses Projekt.

I/J

IMHOimhumble opinion (meiner bescheidenen Meinung nach)

Jugendschutz: Staatliche Maßnahmen zum Schutz von Jugendlichen und Kindern vor gesundheitlichen, sittlichen und sonstigen Gefahren

K

Kliniken
siehe http://www.onlinesucht.de/therapeuten/

Kur (Reha)
Wer für sich nicht den Entzug in einer ausgesprochenen Suchtklinik für richtig hält, könnte mal darüber nachdenken, einen 6-8-wöchigen Klinikaufenthalt in einer Psychosomatischen Klinik in Anspruch zu nehmen. Dort kann in den Einzel- und Gruppentherapiestunden auch die Onlinesucht angesprochen werden. Frage mal Deinen Hausarzt, ob Du eine Chance durch Direkteinweisung hast, da der Antrag über den Rentenversicherungsträger manchmal mehrere Monate dauern kann und zuvor vertrauensärztliche Untersuchungen stattfinden müsssen. Je nach Dringlichkeit kann der Hausarzt aber über die Krankenkasse wesentlich schneller etwas erreichen. Kliniken, von deren Therapieansätzen wir überzeugt sind, führen wir aktuell jeweils unter dem Menue „Therapeuten“ auf.

LAN: local area network
Spielveranstaltung mit mehreren vernetzten Computern

Level: Allgemeine Angabe der Macht oder Fähigkeiten eines Charakters

LG: Abkürzung für „Liebe Grüße“

LOLLaughing out loudly (lautes Lachen)

M

Meldestellen (Straftaten, Kinderpornografie und Terrorverdacht):
Als erstes solltest Du die örtliche Polizeidienststelle informieren (Auskunft lt. BKA). Alle Behörden und Beamten des Polizeidienstes sind verpflichtet, Strafanzeigen entgegenzunehmen.

Darüber hinaus kannst Du folgende Stellen einschalten:

https://www.internet-beschwerdestelle.de/de/beschwerde.html

https://www.jugendschutz.net

https://kinderschutzbund.de
(Kinderschutzbund)

https://www.bka.de/DE/KontaktAufnehmen/Kontaktinformationen/Buergerkontakt/buergerkontakt_node.html

(unten auf der Seite findest Du ein Kontaktformular)

Terror:
https://www.verfassungsschutz.de/DE/service/kontakt/kontakt_einstieg/kontakt_themeneinstieg_node.html

Danke an jeden, der aufmerksam und bewusst sein Internet nutzt und
mögliche Straftaten meldet! GF

Mitgliedschaft:
Die Mitgliedschaft im Verein HSO (Hilfe zur Selbsthilfe bei Onlinesucht) ist für einen kleinen Obolus von 12 Euro p.a. möglich. In erster Linie geht es nicht um den Mitgliedsbeitrag, sondern um eine massive Präsenz von Menschen, die die Präventionsarbeit und Hilfsangebote bei Onlinesucht präsentieren und durch ihre Vereinsmitgliedschaft unterstützen. Beantragung ist hier möglich: http://www.onlinesucht.de/mitglied-werden/

mM: Meiner Meinung nach ..

MMORPGMassively Multiplayer Online Role-Playing Game (wörtlich: Massen-Mehrspieler-Online-Rollenspiel) ist ein ausschließlich über das Internet spielbares Computer-Rollenspielgenre, bei dem gleichzeitig mehrere tausend Spieler eine persistente, virtuelle Welt bevölkern können. Die eigentliche Spielwelt und die Avatar genannten Spielfiguren der Spieler werden auf Servern verwaltet. Der Spieler verbindet sich typischerweise über ein Clientprogramm mit dem Server. Der Client enthält üblicherweise nur die Daten zur Darstellung der Spielwelt (Grafik, Objekte, Musik …), während die Spielmechanik auf dem Server verwaltet und verarbeitet wird.

N

np: no problem

O

omg: oh my god

ONSOne Night Stand
Eine seuelle Kurzbeziehung, die nur eine Nacht oder einige Stunden anhält. Im Mittelpunkt steht in der Regel die Erfüllung der eigenenen sexuellen Bedürfnisse und der des Partners/derPartnerin, nicht jedoch der Aufbau einer Beziehung.

OSOnlinesucht
Oberbegriff für Online-Kommunikationssucht, Online-Spiel- und Online-Sexsucht

OSSOnline-Sexsucht
siehe Cybersex

P

p.c.: political correct

Pics: Abkürzung für picture (Bild)

PN: Persönliche Nachricht
Im Forum von www.onlinesucht.de besteht die Möglichkeit, einem Forumsbesucher eine private Nachricht zukommen zu lassen. Diese Nachricht ist nur von dem entsprechenden Empfänger lesbar.

Q

R

Reha = siehe unter „Kur“

RLReal Life (relaes Leben)

ROFL: rolling on floor laughing (auf dem Boden wälzen vor Lachen)

Rückfall
Ein Ausstieg aus der Onlinesucht ist ein langer Weg. Wer glaubt, dass es ganz ohne Rückfälle klappen wird, ist ein Illusionist. Aber WENN ein Rückfall stattfindet, dann ist es eben ein RÜCKFALL und nicht mehr die Norm und der Alltag. Wichtig ist, dass der Rückfall aber auch ein solcher bleibt und sofort wieder der Weg des Suchtausstiegs eingeschlagen wird. Nicht jeder Rückfall bedeutet, dass der Betroffene wieder am Tage 0 anfangen muss, sondern es sollte dort fortgefahren werden, wo es gestern aufhörte.

S

SB: Abkürzung für „Selbstbefriedigung“

Screen/ Sreenname: Pseudonym (Phantasiename) zur Benutzung im Internet

Selbstbefriedigung: siehe hier im Forumsbeitrag

Selbsthilfegruppen
Übersicht der SHGs bei Nakos unter http://www.nakos.de/site/adressen/datenbanken/

  • Virtuelle Gruppe derzeit unter www.onlinesucht.de
  • Real aktive SHGs in Hamburg, Buxtehude, Darmstadt und Norderstedt
  • Finanzmittel für die Schaffung weiterer Angebote sind beantragt

+++ Selbsthilfegruppen für Betroffene in Deutschland, Schweiz und Österreich.

Sicherung/ Sicherungsprogramme

Speziell für Onlinesüchtige, Angehörige und Eltern empfehlen wir:
Sicherungsprogramm: https://salfeld.de/

Wir haben etliche Sicherungsprogramme getestet, aber Salfeld ist mit Abstand am sichersten und einfachsten! Schauen Sie sich mal die Demoversion an, das wird Sie schon überzeugen! Übrigens installiert der HSO e.V. dieses Programm auch bei IHNEN ZUHAUSE, wenn Sie sich mit dem Internet nicht so auskennen!

SLSecond Life
Second Life ist ein Online-Spiel. Es ist eine virtuelle Welt, in der Menschen durch sogenannte Avatare agieren. Entwickelt wurde diese virtuelle Welt von der Firma LindenLab. Bemerkenswert ist, das in SL mit Linden-Dollars (die man gegen Euros eintauschen kann) ge- und verkauft werden kann, vom Turnschuh bis zum Hotel.

T

Tagesplan
So könnte er aussehen: Notiere die Wochentage und richte jeweils eine Spalte für Soll- und Ist-Zeiten ein. Nun überlege, wieviel Zeit Du benötigst für die einzelnen privaten Internet-Tätigkeiten, wie z.B. für Chats, Mails, Surfen, Spiel etc.. Kontrolliere Dich täglich oder lasse Dich kontrollieren. Die Zeiten sollen langfristig reduziert werden. In den Tagesplan gehören auch die sportlichen Aktivitäten, Soll- und Ist-Zeiten!

Therapeuten
auf Anfrage

Thread: Beitrag

thx: thanks (danke)

To-do-list
Schreibe auf, was Du in der kommenden Woche an welchem Tag erledigen willst! Hake nacheinander ab, was Du geschafft hast!

T6: Kürzel für „Telefonsex“

U

Update: Aktualisierung, Verbesserung

Url: Uniform Resource Locator (Internetadresse)

User: engl. Bezeichnung für Benutzer (des Internets)

V

Verantwortung
DU SELBST lebst dieses Leben und musst daraus machen, was eben moeglich ist. Was nutzt es Dir, Dich ueber die zu wenige Zuwendung zu beklagen? Sprich mit Deinen Eltern darueber, vielleicht gewinnt Ihr alle ganz neue Erkenntnisse dadurch?
!! Uebernimm die Verantwortung fuer Dich selbst!! … Aber es bringt halt Dich nicht (und niemanden von uns) wirklich WEITER, wenn wir zuruecksehen und Schuldige suchen. Damit stellst Du Dich nicht der Gegenwart und verplemperst Deine Ressourcen fuer die Zukunft. Verstehst Du, was ich meine? Jeder Mensch ist fuer sein Handeln SELBST verantwortlich! Wenn die Erziehung und das soziale Umfeld seinen Teil dazu beitraegt (was ja durchaus der Fall ist), dann hilft es nichts, das zu beklagen, sondern DEIN Handeln ist gefragt. …

Vertrauen
Einmal verloren gegangenes Vertrauen ist nur sehr schwer und sehr langsam wieder aufzubauen. Hier einige kleine Anregungen, was dazu beiträgt, aus der Krise eine Chance zu machen:
Sei Deinem Partner/Deiner Partnerin gegenüber schonungslos ehrlich. Stelle die Lügen ein, denn das Maß ist voll. Kein/e PartnerIn lässt sich fortwährend belügen oder hintergehen. Sei in den nächsten Wochen und Monaten besonders aufmerksam und lerne Deine/n PartnerIn neu kennen (und lieben)! Plane mal Überraschungsabende, ein Candlelight-Diner, einen Wellness-Tag, einen Kurzurlaub, ein kinderloses Wochenende, einen Theaterbesuch oder sonstiges.

Widmet Euch gegenseitig viel Zeit und führt ganz viele Gespräche. Sprecht und hört zu, aber redet das Problem nicht tot. Vor allem ist es jetzt am Betroffenen, nicht mehr rückfällig zu werden und ein neues (onlinesexfreies) Leben zu beginnen! Die Bilder im Kopf (vom Inernetsex) werden auf Dauer verblassen und eines Tages ganz verschwunden sein. Aber das braucht seine Zeit. Genießt es, wieder eine/n realen PartnerIn im Arm zu halten und real geliebt zu werden und zu lieben. Spürt hin!

W

Wecker
Stelle Dir in Verbindung mit dem Tages- und Wochenplan unbedingt einen Wecker neben den PC, der Dich an Deine Soll-Zeiten erinnern soll! Im Handy gibt es auch eine Erinnerungsfunktion!

WOWWorld oWarcraft
Computer-Rollenspiel, das nie endet

wwwworld wide web (Internet)

XYZ

Zölibat
Immer wieder wird gefragt, ob es Sinn mache, ein Zölibat, also den totalen Verzicht auf Sex, einzuhalten. Hier stehen 90 Tage im Raum, die in der Therapie von Sexsüchtigen eine große Rolle spielen. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass dieses Zölibat beim Onlinesex nicht so streng umsetzbar ist, d.h. dass es sich auf einzelne Bereiche beschränkt. Selbstverständlich wird darauf hingearbeitet, Pornoseiten nicht mehr aufzurufen und sich in keinen einschlägigen Chat einzuloggen. ONLINE-Sex hat in erster Linie mit Selbstbefriedigung zu tun, und es ist geradezu unrealistisch, direkt den Verzicht auf SB über einen Zeitraum von 3 Monaten zu verlangen.

Wir wollen hier keine Menschen von der SB an sich abbringen (wohl aber zur Reduktion derselben), sondern wir wollen gemeinsam erreichen, diese Befriedigung nicht mehr durch Internetsex zu erlangen. Der Betroffene soll wieder lernen, reale Gefühle zu spüren, reale Beziehungen aufzubauen, keine Versagensängste mehr zu haben und den Partner/die Partnerin wieder als eine begehrens- und liebenswerte Person anzunehmen. Die Angst, nun durch eine mögliche, begleitende Beratung seiner Lust und Möglichkeiten beraubt zu werden, ist insofern völlig unbegründet. Realer Sex mit dem/der realen PartnerIn ist durchaus wünschenswert! Dennoch, und das soll hier nicht verschwiegen werden, ist bei einigen Betroffenen eine sexualtherapeutische Behandlung notwendig, wo dann ganz individuell entschieden wird, was der richtige Therapieansatz ist.

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