Ein ewiges Auf und ab (Sexsucht/ Online-Sexsucht)

10.02.05, weiblich, anonymisiert

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Ich hoffe, dass ich hier mit meinem Problem überhaupt ankomme. Denn es betrifft nicht nur allein Online-/Pornosucht, sondern mein Freund ist allgemein sexsüchtig. Wir sind seit über fünf Jahren zusammen, seit über einem Jahr wohnen wir zusammen. Es ist mir schon vor unserem Zusammenzug aufgefallen, dass er sehr oft Sex will und gleich schlechte Laune hat, wenn er es nicht von mir bekommt. Ich bekam auch mit, dass er sich öfters mal im Internet Pornoseiten anguckte. Das war für mich aber noch alles im Rahmen. Seid wir zusammenwohnen, habe ich das ganze Ausmass kennengelernt. Ich fand heraus, dass er ständig heimlich im Internet ist, sich Pornos anguckt oder runterlädt. Ich erwischte ihn oft, wie er sich einen anguckte und dabei onanierte. Einen Monat, nachdem wir zusammengezogen sind, fand ich das erste Mal Haare in seinem Auto, die unmöglich von mir sein konnten. Damit konfrontiert meinte er nur immer wieder, er wüsste nicht, wo die Haare herkommen, ich bilde mir da was ein. Es gab auch oft Tage, wo er angeblich irgendwo war und hinterher erfuhr ich, dass es eine Lüge war. Ich fand diese Haare immer wieder mal wieder. Das letzte Mal Weihnachten letztes Jahr. Da ich diesmal hart blieb und immer wieder nachbohrte, wo die Haare herkommen, beichtete er mir irgendwann, er würde sich seit über einem Jahr ca. alle zwei Monate eine Nutte ins Auto holen und sich von ihr oral befriedigen lassen. Da brach für mich alles zusammen. Man muss dazu sagen, ich habe ihn im Juli letzten Jahres dazu gebracht, eine Therapie zu machen, als mir das mit den Internetsachen zuviel wurde. Davon scheint er nun schon los zu sein, aber das mit der Nutte hat er wohl noch nicht geschafft gehabt. Er gab auch zu, sich jeden Tag, wenn ich im Bett war, selbst befriedigt zu haben, er brauchte es einfach. Auch wenn wir vorher Sex hatten, das hat ihm nicht gereicht.

Seit das mit der Nutte rauskam, ist unsere Beziehung total im Eimer. Er versucht alles, um es wieder gut zu machen, tut alles für mich und gibt sich auch wirklich Mühe, mir zu zeigen, dass diese Krise ihm nun hilft, einen Schnitt zu machen und dass er sich ändern will. Er nimmt jetzt auch Tabletten, die die Libido hemmen und seitdem das alles herausgekommen ist (vor 6 Wochen) , hat er sich auch nicht mehr selbst befriedigt. Das glaube ich ihm eigentlich ja auch, aber ich habe einfach Angst, dass die Therapie bei ihm nichts nützt. Hat jemand Erfahrung damit, wie lange sowas überhaupt dauert? Und ist nicht immer wieder die Gefahr da, dass er einen Rückfall erleidet? Ich meine, von Alkohol kann man ja die Finger lassen, aber wie soll das mit Sex gehen?? Ich kann es mir einfach nicht vorstellen! Und ich weiss auch nicht, ob ich jemals wieder vernüftig Sex mit ihm haben könnte, ohne daran zu denken bzw. anzufangen zu weinen. Zwischen uns läuft jetzt natürlich erstmal überhaupt nichts mehr, ich kann es einfach nicht! Das versteht er aber auch, er bedrängt mich nicht. Ich bin nur immer so verzweifelt! Mal denke ich, ich schaffe es, ihn zu unterstützen, komme über die Sache hinweg, am anderen Tag könnte ich nur noch weinen und denke, ich kann nicht mehr! Ist das alles normal??


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